EnArgus

Transparenz in der Energieforschung

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EnArgus, ein interdisziplinäres Forschungsprojekt von Energieforschern, Informatikern und Linguisten, ermöglicht erstmals einen öffentlichen Zugang zu Informationen über die Energieforschungsförderung in Deutschland seit 1970. Das Portal www.enargus.de ist seit April 2015 erreichbar.

Staatliche Förderpolitik in der Energieforschung transparenter zu gestalten und die Bewertung von Technologieentwicklungen zu erleichtern, sind beides erklärte Ziele des 6.Energieforschungsprogramms der Bundesregierung. Vor diesem Hintergrund entwickelte das EnArgus Projektkonsortium unter Leitung des Fraunhofer FIT ein zentrales Informationssystem für Energieforschungsvorhaben. EnArgus bietet Wissenschaftlern, Projektträgern und Politikern sowie der interessierten Öffentlichkeit einen einheitlichen und zentralen Zugang zu Informationen über die Energieforschung in der Bundesrepublik. Dabei werden keine neuen Daten erhoben, sondern bestehende Vorhabendatenbasen aus verschiedenen Quellen eingebunden und semantisch verknüpft.

EnArgus verbindet die bestehenden Daten mittels einer eigens erstellten Fachontologie, die semi-automatisch aus über 2000 redaktionell erstellten Wiki-Texten abgeleitet wird. Die auf der Ontologie aufbauende semantische Suche ermöglicht eine treffsichere Recherche in großen Datenbanken von Fördervorhaben mit derzeit über 18 000 Projekteinträgen. Die aufgelisteten Ergebnisse können über eine Facettensuche nach Zeitraum, bewilligter Summe, Landesgrenzen und Zuwendungsgeber verfeinert und nach unterschiedlichen Kriterien sortiert werden. Außerdem können die Suchergebnisse auf Knopfdruck in eine Diagramm-Ansicht oder eine interaktive Kartenansicht überführt werden. Das zugrunde liegende Fachvokabular kann im Wiki nachgelesen werden. Zusammenhänge zwischen den Begriffen – wie Synonyme, Ober- und Unterbegriffe, Bestandteile – lassen sich einfach browsen.

Neben diesem öffentlichen Zugang bietet EnArgus auch erweiterte Ansichten für geschlossene Benutzerkreise bei Ministerien, Projektträgern und Energieforschern.