IPCity

Integrated Project on Interaction and Presence in Urban Environments

© Foto Fraunhofer FIT

Ein »Zeitportal« öffnet sich am Kölner Rheinufer.

In dieser Szene müssen die Spieler bei der Landung eines virtuellen Ufos helfen.

Augmented Reality (AR) Anwendungen sind ein Forschungsfeld, in dem Fraunhofer FIT in der Science Community weltweit hohes Ansehen genießt. Das Institut war in den letzten Jahren an zahlreichen Leitprojekten beteiligt, unter anderem am im März 2010 abgeschlossenen Projekt IPCity (Integrated Project on Interaction and Presence in Urban Environments), das FIT auch koordinierte. Ein Ergebnis daraus ist unter anderem das Augmented Reality-Spiel »TimeWarp«.

Im Spiel »TimeWarp« begaben sich die Spieler in Zweierteams am Kölner Rheinufer auf die Spuren der Heinzelmännchen. Diese waren mit einer Zeitmaschine in verschiedene Epochen gereist und mussten von den Spielern wieder gefunden werden. Im Gegensatz zur Sage benötigten die Heinzelmännchen diesmal aber die Hilfe der Menschen, und so fanden sich die Spieler von »TimeWarp« schnell als Akteure in einem Abenteuer mit realen und virtuellen Darstellern in der erweiterten Realität wieder. Dabei bot »TimeWarp« einen spielerischen Umgang mit der Stadtgeschichte und zeigte Szenen aus der Römerzeit, dem Mittelalter und der (möglichen) Zukunft.

Anstatt optischer Marken verwendete »TimeWarp« modernste Sensorik zur Positionierung und Orientierung der virtuellen Komponenten. Dadurch konnten sich die Spieler völlig frei bewegen und die aufwendig gestaltete erweiterte Spielewelt auch aus größerer Entfernung erleben, etwa bei der Landung eines Ufos vor dem Haus des Kölner Handwerks.

»TimeWarp« wurde Anfang 2010 in einem umfangreichen Feldtest mit 66 Spielern in Köln evaluiert und rief ein großes Presseecho in Print, Radio und Fernsehen hervor.

Das Projekt IPCity wurde durch die EU im 6. Rahmenprogramm gefördert.