IMIKRID

Integrierte mikrofluidische Diagnostiksysteme

© Foto Fraunhofer FIT

Ansicht einer Mikrostruktur mit Kapillare als Messsystem.

Hauptziel von IMIKRID ist die Entwicklung einer modularen Technologieplattform, die als Grundlage zur beschleunigten Entwicklung spezifischer diagnostischer Komplettsysteme dienen soll, etwa in den Bereichen serologische Tumorfrühdiagnostik und Point of Care-Diagnostik zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die IMIKRID-Plattform entwickelt darüber hinaus Anwendungen für den Freizeitsport, beispielsweise ein portables Laktat-Messgerät für Breitensportler zur Überwachung der Herz-Kreislauf-Belastung. Dazu werden Techniken der rekombinanten Biotechnologie und der Nanotechnologie eingesetzt, um zu einem intelligenten Sensorik-Hybrid zu gelangen.

Die Integration biologischer Systeme für die molekulare Erkennung ist ein zentraler Gegenstand des Projektes. Grundprinzip ist die Messung an einer dünnen Kapillarstruktur, um mit minimalen Flüssigkeitsmengen, zum Beispiel aus dem Hautschweiß, messen zu können. Mit biologischen Molekülen versehene paramagnetische Partikel können dann spezifisch vorkommende Bestandteile nachweisen.

Im Rahmen des hier vorliegenden wissenschaftlichen Vorprojektes soll insbesondere die Systemintegration in modularen Bausteinen in einem »Proof of Concept«-Ansatz so umgesetzt werden, dass in Zukunft maßgeschneiderte mikrosystemtechnische Lösungen für die molekular-medizinische Diagnostik und Analytik als innovative Produkte in Kooperation mit bereits ausgewählten Industriepartnern realisiert werden können.

Für die späteren Anwendungen werden drei Szenarien analysiert:

  • Der grundsätzliche Nachweis mehrerer Tumormarker im Blut.
  • Die Messung multipler Infarktindikatoren als Basis für ein portables Überwachungsgerät.
  • Die Messung des Laktat-Spiegels im Blut für sportmedizinische und andere Anwendungen.

IMIKRID wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und in Zusammenarbeit mit Partnerinstituten der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Institut für Mikrosensorik in Erfurt durchgeführt.