Unternehmensteuermodell

Das Mikrosimulationsmodell zur Unternehmensbesteuerung dient zur Schätzung und Prognose des Gewerbe- und Körperschaftsteueraufkommen in Deutschland. Das Modell erlaubt sowohl die Simulation der tatsächlichen Steuergesetzgebung als auch die Abschätzung der Auswirkungen von geplanten Tarif- und Gesetzesänderungen. Neben der reinen Finanzierungswirkung, d.h. der Veränderung der Steueraufkommen, lassen sich auf Grundlage der Modellergebnisse auch die jeweiligen Belastungs- und Verteilungseffekte detailliert nachvollziehen. Somit kann bspw. vorab geklärt werden, welche Branchen durch eine Reform besonders bevor- oder benachteiligt würden.

Technisch basiert das Modell auf den Gewerbe- und Körperschaftsteuerstatistiken, die MIKMOD vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellt werden. Diese Datensätze werden in einem ersten Schritt mit Hilfe von statistischen Programmpaketen aufbereitet und zu einer einheitlichen Datenbasis zusammengefügt. In einem weiteren Schritt werden diese Daten, welche prozessbedingt auf einem älteren Erhebungsjahr basieren, in einem relativ aufwändigen Prozess in die Zukunft fortgeschrieben, um sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch den strukturellen Wandel in Deutschland abzubilden. In der eigentlichen Simulation wird für jeden der über drei Millionen Steuerfälle individuell berechnet, welche Steuerschulden sich für Basis- und Alternativszenarien ergeben. Durch die finale Aggregation dieser Resultate ergeben sich die Gesamtsteuerschulden und ggf. die Gesamteffekte einer fiktiven Reform.

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