InfoStrom

Lernende Informationsinfrastrukturen für das Krisenmanagement am Beispiel der Stromversorgung

© Foto Fraunhofer FIT

Stromausfälle sind in Deutschland zwar eher selten, doch wenn sie auftreten, treffen sie die Bevölkerung meist unvorbereitet und richten großen Schaden an. In so einem Fall sind Information und Kommunikation entscheidende Faktoren zur raschen Wiederherstellung der Stromversorgung. Daher wird im Projekt INFOSTROM (Lernende Informationsinfrastrukturen für das Krisenmanagement am Beispiel der Stromversorgung) eine IT-gestützte Sicherheitsplattform entwickelt, die alle relevanten Akteure, wie Energieversorger, Krisenstäbe, Feuerwehr und Polizei, miteinander vernetzt. Geplant ist eine exemplarische Installation in zwei Modellregionen, dem städtisch geprägten Rhein-Erft-Kreis und dem ländlichen Kreis Siegen-Wittgenstein.

Im Auftrag von SAP Research und PSI Transcom GmbH untersucht Fraunhofer FIT die Möglichkeiten der Prozessunterstützung zur Bewältigung dieser Notfallsituation. Ziel ist die Erarbeitung einer Methode, mit der Wissen über Vorgehensweisen erhoben und repräsentiert werden kann. Ist dieses Wissen in einem Modell repräsentiert, kann es auch auf Plausibilität und Konsistenz analysiert werden. Zudem kann das formalisierte Prozesswissen genutzt werden, um Verantwortliche in der Ausführung von Gegenmaßnahmen zu assistieren.

Da der Schritt in die formale Repräsentation im Sinne des Geschäftsprozessmanagement aber Erfahrungen in der Modellierung erfordert, sollen verschiedene Formalisierungsgrade unterstützt werden, um eine schrittweise Formulierung der Vorgehensmodelle durch die Endanwender zu ermöglichen. Unterstützt wird der Modellierungsprozess durch eine Werkzeugumgebung, die dem Endanwender in der Erfassung der Maßnahmen und ihrer Ablaufstrukturen hilft und verschiedene Sichten auf Maßnahmenketten ermöglicht, etwa Maßnahmenübersichten, Ablaufstrukturen oder die organisatorische Verteilung.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).