VICON

Produktdesign für Benutzer mit Einschränkungen mittels virtueller Benutzermodelle

© Foto Fraunhofer FIT

Die bedarfsgerechte Gestaltung von Geräten des täglichen Gebrauchs, wie etwa Waschmaschinen und Telefone, kann einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität und Autonomie von Menschen mit (altersbedingten) motorischen oder sensorischen Beeinträchtigungen leisten. Bisher ist für Hersteller das benötigte Wissen über die vielfältigen Anforderungen aber nicht leicht verfügbar und repräsentative Nutzertests sind ebenfalls häufig nicht praktikabel.

Zur Verbesserung der Gestaltung und Bewertung barrierefreier Produkte entwickelt FIT daher im Projekt VICON (Virtual User Concept for Supporting Inclusive Design of Consumer Products and User Interfaces) verschiedene Simulationswerkzeuge, mit denen sich Produktprototypen durch virtuelle Nutzertests auf Barrierefreiheit überprüfen und Gestaltungsvorschläge ermitteln lassen.

Diese Werkzeuge beruhen auf virtuellen Nutzermodellen für unterschiedliche Nutzertypen, deren jeweils spezifische Bedürfnisse durch empirische Studien ermittelt und in den Modellen beschrieben wurden.

In den Simulationen interagieren dann Avatare – also virtuelle Stellvertreter des Menschen – auf Basis der Nutzermodelle mit den virtuellen Produktprototypen und erzeugen so Feedback zum Grad der Benutzbarkeit und zeigen Möglichkeiten zur Verbesserungen auf.

Von besonderer Wichtigkeit für die Hersteller ist dabei, dass die verschiedenen Simulationswerkzeuge gezielt die verschiedenen Phasen der Produktentwicklung unterstützen, von der Konzeptentwicklung über das detaillierte Produktdesign bis zur abschließenden Bewertung der Bedienbarkeit.