ebbits

Internet der Dinge und Dienste für Geschäftsprozesse

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Auf Basis seiner LinkSmart Middleware hat Fraunhofer FIT eine Plattform zur prozessbasierten Optimierung und ressourcenschonenden Produktion entwickelt. Dabei wurde speziell auf eine benutzerfreundliche Bedienung im Arbeitsalltag geachtet. 

Das Internet der Dinge, Big Data, Industrie 4.0 – produzierende Unternehmen müssen sich verändern. Eine möglichst reibungslos gestaltete Prozesssteuerung allein reicht nicht mehr aus. Für eine nachhaltige und ressourcenschonende Produktion muss auch der Einsatz von Material und Energie optimiert werden. Dazu sind neue Analysemethoden erforderlich, da die notwendige feine Granularität und Homogenität der erfassten Daten derzeit noch nicht bereitgestellt wird. Die Analyse der Daten auf Maschinenebene reicht nicht mehr aus, man muss auf Prozessschritt-Basis analysieren können. Dabei ist die Heterogenität der Maschinen, Sensoren, Schnittstellen und Protokolle immer noch eine Herausforderung.

Im EU-geförderten Projekt ebbits wurde auf Basis der  serviceorientierten Software-Plattform LinkSmart des Fraunhofer FIT die Energieoptimierung einer Produktionsstraße in der Automobilindustrie untersucht. Dazu wurde ein Geschäftsprozessmodell entwickelt, das branchenunabhängig und somit flexibel adaptierbar und auch für Installationen unterschiedlicher Größe einsetzbar ist. Dadurch ist es möglich, in kleinem Umfang zu starten, um dann bedarfsgerecht das System auszubauen.

Die Unterstützung der Benutzer durch effektive und personalisierte Anwendungen ist eine zentrale Komponente des ebbits-Projekts und auch des E3-Leitprojektes, in welches das FIT seine langjährige Expertise der menschgerechten Gestaltung von Mensch-Maschine-Interaktion einbringt. Es wurden Anwendungen für Desktop-Rechner und auch mobile Endgeräte wie Tablets entwickelt. Dies ermöglicht die optimale Benutzerunterstützung, beispielsweise bei der Analyse der angefallenen Daten und der Optimierung der Prozessparameter direkt an der Anlage, ohne die zumeist schwer zu bedienenden Terminals der Anlagenhersteller nutzen zu müssen. Durch einen benutzerzentrierten Design-Ansatz wurden diese Anwendungen iterativ und effizient gemeinsam mit den Nutzern entwickelt. Damit wird ein effektiver Einsatz bereits zu einem frühen Zeitpunkt möglich und die Akzeptanz der Mitarbeiter gesteigert.