SEEMPubS

Energieeffizienz in öffentlichen und historischen Gebäuden

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Während in neuen Bauvorhaben bereits in der Planungsphase ein intelligentes Netz- und Gebäudemanagement zur optimalen Energiebilanz eines Gebäudes berücksichtigt werden kann, gestaltet sich die Optimierung älterer oder sogar historischer Gebäude unter Denkmalschutz weitaus komplizierter. Gravierende Änderungen in der baulichen und technischen Infrastruktur sind hier kaum zu realisieren. In öffentlichen Gebäuden kommt hinzu, dass oftmals Automatisierungssysteme existieren, die jedoch nicht das volle Energieeinsparpotential ausschöpfen.

Um diese Probleme zu lösen, wird im Projekt »SEEMPubS – Smart Energy Efficient Middleware for Public Spaces« eine Middleware entwickelt, die eine kosteneffiziente Integration verschiedenster Technologien zu einem intelligenten Gebäude- und Energiemanagementsystem ermöglicht. Ziel ist eine signifikante Steigerung der Energieeffizienz bei gleichzeitiger Gewährleistung des Nutzerkomforts. Die Einsatzszenarien des Projekts sind öffentliche und historische Gebäude.

Fraunhofer FIT ist verantwortlich für die Integration verschiedener Technologien in die SEEMPubS Plattform, etwa Gebäudemanagement, Sensor-/Aktuator-Netzwerke oder intelligente Stromzähler. Hierzu werden vorhandene Subsysteme und neue Installationen mit Hilfe der LinkSmart Middleware über einheitliche Service-Schnittstellen sicher und effizient zugreifbar gemacht.

Die LinkSmart Middleware wurde unter Leitung von Fraunhofer FIT im Rahmen des EU-Projekts »Hydra – Networked Embedded System Middleware for Heterogeneous Physical Devices« entwickelt. In SEEMPubS wird sie um Komponenten zur intelligenten Überwachung und Steuerung von Energieeffizienz erweitert.

Zudem erforscht Fraunhofer FIT innovative Interaktionstechniken, die eine transparente Kommunikation zwischen Endnutzern und intelligenten Gebäuden ermöglicht. Dazu wird ein öffentliches Community-Portal realisiert, das zahlreiche Informationen bereitstellt und den Austausch der SEEMPubS-Nutzer untereinander erlaubt. Untersucht werden auch indirekte Kommunikationsformen, etwa Ambient Display Technologien, mit denen kontextabhängige Informationen vermittelt werden können, ohne die volle Aufmerksamkeit des Benutzers in Anspruch zu nehmen.

Zur Evaluierung stehen verschiedene Einrichtungen der Technischen Universität Turin (Politecnico di Torino) zur Verfügung. Hierzu gehört neben diversen neueren Gebäuden auch das Castello del Valentino, ein im 16. Jahrhundert erbauter Palast und heutiger Sitz der Fakultät für Architektur.

SEEMPubS wurde von der Europäischen Kommission im 7. Rahmenprogramm gefördert.