Kontakt
Dr. Rod McCall
Telefon: +49 2241 14-2416
rod.mccall@fit.fraunhofer.de
Integrated Project on Interaction and Presence in Urban Environments
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- Mixed Reality Ausrüstung: Das Display reichert die reale Wahrnehmung mit virtuellen Objekten an.
Virtuelles Stadtleben
Internetseiten, Broschüren, Reiseführer, Aushänge, Plakate - Bewohner oder Besucher einer Stadt haben viele Möglichkeiten, sich über Aktuelles, Vergangenes oder Zukünftiges eines Ortes zu informieren.
Aber was wäre, wenn es eine ganz neue Form von Medium dafür geben würde? Etwas, das es jedem erlauben würde, sich direkt in die für ihn individuell angepasste Stadt hineinzuversetzen? Eine Umgebung, die überdies erlauben würde, sich und seine Erlebnisse selbst einzubringen? Plötzlich könnte man jemand anderes sein oder in einer anderen Zeit leben! Dinge wahrnehmen, die es vor langer Zeit gegeben hat oder vielleicht auch niemals wirklich geben wird...
IPCity will herauszufinden, wie eine solche Zukunft aussehen könnte, welche Technologien dazu nötig sind und wie sich dadurch die Wahrnehmung unserer Umwelt verändert.
Technologien
Mixed Reality (MR) - eine Technologie zum Vermischen des Realen mit computergenerierten, virtuellen Elementen - ist die technologische Basis für die Projektarbeiten. Dabei werden verschiedene Ausgabegeräte eingesetzt: etwa Mobiltelefone oder PDAs, aber auch spezielle MR-Datenbrillen oder Großprojektionen.
Neben geeigneten mobilen, leichten Endgeräten für MR-Präsentationen müssen außerdem IT-Frameworks für interaktives Prototyping sowie die Content- Erstellung, -eingabe und - verwaltung zur Verfügung stehen. Technologien zur Erfassung von Position und Blickrichtung der Personen, die Mixed Reality erleben, sind eine weitere Herausforderung. Denn nur so können die computergenerierten Informationen optimal auf die reale Umgebung sowie Sichtfeld und -winkel des Benutzers abgestimmt werden.
Unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts FIT wird das Projektteam in den vier Szenarien "Stadtplanung", "Großveranstaltungen", "Zeitreisen" und "Stadtgeschichten" prototypische MR-Anwendungen entwickeln, praktisch erproben und der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Zeitreisen - TimeWarp
In diesem Szenario werden die Teilnehmer auf eine Zeitreise durch die Epochen ihrer Stadt geschickt. Auf spielerische Art und Weise wird Hintergrundwissen über vergangene Zeiten, historische Persönlichkeiten oder auch zukünftige Perspektiven vermittelt.
Eine erste prototypische Umsetzung ist das Kölner TimeWarp-Spiel des Fraunhofer FIT, in dem die Spieler zu Zeitreisen aufbrechen, um die seit langer Zeit verschollenen Kölner Heinzelmännchen wieder zu finden. Am Paolozzi-Brunnen werden sie mit einem mobilen Mixed-Reality-System ausgestattet, das die Zeitreisen ermöglicht und mit dem auch die äußerst scheuen Heinzelmännchen gesehen werden können. Ein zusätzliches Handheld-System zeigt neben dem Spielstand zusätzliche Informationen über die Stadtgeschichte und eine Karte mit Spielorten und der aktuellen Spielerposition an.
Durch das Lösen von Aufgaben und Rätseln, die alle im Bezug zur Stadtgeschichte stehen, werden die in einer Zeitfalle steckenden Heinzelmännchen am Ende glücklich befreit. Neben der graphischen Darstellung von virtuellen Charakteren und Häusern wird das Spielerlebnis durch Musik und Sprache intensiviert.
Stadtplanung
In diesem Szenario werden neue Möglichkeiten erforscht, Einwohner in die Stadtplanung mit einzubeziehen. Informationen über Bauvorhaben sollen dabei sowohl über mobile Geräte verbreitet als auch durch Vor- Ort-Installationen in einem Mixed Reality-Zelt veranschaulicht werden.
Großveranstaltungen
Besucher, Anwohner und Planer einer Großveranstaltung sollen bei der Organisation und der Teilnahme unterstützt werden.
Stadtgeschichten
City Tales - Stadtgeschichten - ist das Thema des vierten Szenarios. Ziel ist es, eine Plattform zum Austausch ortsspezifischer Informationen und Ereignisse anzubieten: Was hat sich an einer bestimmten Stelle in der Stadt abgespielt, was haben die Menschen hier erlebt? Dabei sind neue intuitive Eingabetechniken von besonderer Bedeutung, die es auch alten oder mit Computern ungeübten Personen erlauben, ihre eigenen Erlebnisse und Geschichten einzubringen.
Offizielle Projektseite:
www.ipcity.eu
Das Projekt IPCity wird durch die EU im 6. Rahmenprogramm gefördert.
