News

3. Steuerprogressionsbericht verabschiedet

31. Oktober 2018

Das Bundeskabinett hat im Vorfeld der geplanten Steuerentlastungen durch das Familienentlastungsgesetz den 3. Steuerprogressionsbericht verabschiedet. In dem Bericht wird aufgezeigt, welche Mehrbelastungen die Haushalte rein durch die Preissteigerung in den Jahren 2018 und 2019 zu erwarten haben, weil der Einkommensteuertarif progressiv verläuft. Fraunhofer FIT schätzt für diesen alle 2 Jahre erscheinenden Bericht auf Grundlage der aktuellen und zu erwartenden Inflation die aggregierten Steuermehreinnahmen infolge der Kalten Progression. Der Effekt der Kalten Progression beläuft sich im Jahr 2018 auf etwa 3,3 Mrd. Euro und unter der Annahme einer Inflationsrate von 1,9% im Jahr 2019 dann 3,8 Mrd. Euro.

Der vollständige Steuerprogressionsbericht ist auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums abrufbar.

Neue Publikation

Jacobs, Leif; Quack, Lara: Das Ende der Dieselsubvention: Verteilungseffekte einer CO2-basierten Energiesteuerreform

Abstract
Der Diesel- wird im Gegensatz zum Benzinkraftstoff deutlich subventioniert. Dies führt zu verfehlten Anreizwirkungen bei der CO2-Reduktion. Würde man beide Kraftstoffarten bei gleichem Steueraufkommen entsprechend ihres CO2-Ausstoßes besteuern, würde Benzin billiger und Diesel teurer werden. Eine solche Reform würde für mehr als zwei Drittel der privaten Haushalte eine finanzielle Entlastung bedeuten. Insbesondere die einkommensschwächeren Haushalte würden profitieren, sodass die Sozialverträglichkeit gewährleistet wäre.

Pflege naher Angehöriger: Pflegeversicherung profitiert von Umverteilung in der Sozialversicherung

24. April 2018

Der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung entgehen durch die Minderung des Erwerbsumfangs von pflegenden Angehörigen jedes Jahr Versichertenbeiträge in Höhe von zwei  Milliarden Euro. Gleichzeitig spart die Pflegeversicherung über eine Milliarde Euro, da  die Pflege durch Angehörige zu einer geringeren Inanspruchnahme ambulanter oder sogar stationärer Pflegeleistungen führt.

Presseinformation

Neue Datensammlung zur Steuerpolitik veröffentlicht

22. März.2017

Das Bundesfinanzministerium hat die neue »Datensammlung zur Steuerpolitik«, Ausgabe 2016 / 2017, veröffentlicht. Sie ist eine jährliche Publikation, in der Zahlen und Fakten zu steuerlich wesentlichen Sachverhalten dargestellt werden. Fraunhofer FIT liefert hierfür zahlreiche Schätzungen zu den darin enthaltene Tabellen für den Bereich der Einkommensteuer.

So findet sich in der Datensammlung eine Tabelle, welche den Beitrag aller Steuerpflichtigen zum Steueraufkommen verteilt nach Einkommensgruppen ausweist. Auch die Effekte des Ehegattensplittings in Deutschland werden quantifiziert und eine Schätzung seiner Gesamtwirkung aufgeteilt nach Ehepaaren mit bzw. ohne Kinder und nach Alleinverdiener- und Doppelverdienerehen vorgenommen.

Fraunhofer FIT ermittelt die Daten zum Familienleistungsausgleich und die Größenordnungen verschiedener familienpolitischer Maßnahmen wie bspw. die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten, von Unterhaltsleistungen im Wege des sogenannten Realsplittings oder die Wirkung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende.

Die Datensammlung zur Steuerpolitik ist auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums abrufbar.

Zocken fürs Vaterland – Teilnahme am Science-Slam in Essen

30. Januar 2017

Ein Science-Slam ist eine besondere Art des wissenschaftlichen Wettstreits. Glücksspielexperte Prof. Luca Rebeggiani vom Fraunhofer FIT nahm am jährlichen Science-Slam der FOM Hochschule in Essen mit einem eher unkonventionellen Beitrag über die deutsche Glücksspielmarktregulierung teil.

Bericht zur Veranstaltung

Experte vom Fraunhofer FIT als Sachverständiger bei Anhörung des NRW-Haushalts- und Finanzausschusses vorgeladen

8. November 2016

Droht den Lotto-Annahmestellen in NRW wirklich langfristig das Aus? Im Rahmen einer Anhörung des Haushalts- und Finanzausschusses wurde über die Finanzierungssituation der Lotto-Annahmestellen beraten. Glücksspielexperte Prof. Dr. Luca Rebeggiani vom FIT war einer der geladenen Sachverständigen.

Demografischer Wandel dämpft Steuereinnahmen

3. November 2016

Die Alterung der Gesellschaft und der Bevölkerungsrückgang beeinträchtigen mittel- und langfristig die Steuereinnahmen in Deutschland. Bis zum Jahr 2060 wird die Bevölkerung in Deutschland nicht nur durchschnittlich älter, sondern auch deutlich kleiner sein als heute. Das Steueraufkommen wird in den nächsten Jahrzehnten entsprechend geringer. Dies zeigt eine Analyse von Fraunhofer FIT und Prognos im Auftrag des Bundesfinanzministeriums.

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