Digitale Gesundheit

Arbeiten, wie ich es will! KI stärkt Selbstbestimmung

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Mit dem Projekt »Arbeiten – wie ich es will!« entwickelt das Fraunhofer FIT gemeinsam mit Partnern ein KI-gestütztes Tool, das den Übergang von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Systeme Selbstbestimmung stärken, statt Entscheidungen zu ersetzen. Für diesen innovativen Ansatz wurde das Projekt am 11. März 2026 vom BAG WfbM in der Kategorie exzellent:bildung mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

 

Digitale Innovation ist für das Fraunhofer FIT immer auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Im Projekt »Arbeiten – wie ich es will!« entwickeln wir ein KI-gestütztes Werkzeug, das Menschen mit Behinderung hilft, ihre beruflichen Wünsche, Stärken und Unterstützungsbedarfe sichtbar zu machen – und so den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt selbstbestimmter zu gestalten.

Welche Qualität dieser Ansatz hat, zeigt die Auszeichnung durch die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM): Am 11. März 2026 erhielt das Projekt beim »You can!«-Fachkongress für Inklusion im Arbeitsleben den ersten Platz in der Kategorie exzellent:bildung. Damit wurde ein Konzept gewürdigt, das technologische Innovation und inklusive Praxis konsequent verbindet.

Im Fokus steht eine kritische Phase: Der Übergang von der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in reguläre Beschäftigung. Dieser Schritt ist oft von Unsicherheit geprägt – welche Tätigkeit passt, welche Unterstützung wird benötigt, wie kann dies mit Fachkräften und potenziellen Arbeitgebern besprochen werden? Das Projekt beantwortet diese Fragen, indem es Bedarfe strukturiert erfasst und in konkrete Optionen übersetzt.

Fraunhofer FIT verantwortet die technische Umsetzung eines KI-Tools zur Bedarfsanalyse. Large Language Models (LLM) unterstützen die Kommunikation mit den Nutzerinnen und Nutzern. Barrierearme, von der Münster School of Design gestaltete Oberflächen führen in Form von »Journeys« Schritt für Schritt durch den Prozess. Fraunhofer FIT integriert alle Komponenten in eine App, die flexibel in Einrichtungen wie dem Franz Sales Haus, Initiator des Projekts, eingesetzt und weiterentwickelt wird.

Die Lösung entsteht in enger Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung, Praxispartnern und der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund. Transparenz, Datenschutz und Nachvollziehbarkeit der KI-Funktionen sind dabei ebenso wichtig wie einfache Bedienbarkeit. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt ist auf Übertragbarkeit angelegt: Es soll langfristig in unterschiedlichen Regionen genutzt werden können. Leitgedanke des Fraunhofer FIT bleibt, Technologie so zu gestalten, dass sie Handlungsspielräume erweitert und Teilhabe im Arbeitsleben stärkt.

Ihr Nutzen

  • Stärkung von Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung
  • Bietet Werkstätten und Betrieben ein praxisnahes, digitales Unterstützungsinstrument
  • Zeigt, wie KI verantwortungsvoll und barrierearm im Sozial- und Arbeitskontext eingesetzt werden kann