Human-AI Teaming

Praxisrelevante Skills ohne akademischen Schnickschnack

Stärker im Team: Berufliche Weiterbildung für wirksame Mensch-KI-Zusammenarbeit

Wie können Unternehmen Künstliche Intelligenz so einsetzen, dass sie einen echten Mehrwert schafft – für Prozesse und für die Menschen, die damit arbeiten? Unsere berufliche Weiterbildung »Human-AI Teaming« befähigt Sie, genau diese Frage systematisch und praxisnah zu beantworten.

Im Fokus steht die Fähigkeit, Geschäftsprozesse und Tätigkeiten zu identifizieren, die maximal von KI profitieren – die sogenannten »Golden Use Cases«. Darauf aufbauend lernen Sie, diese Tätigkeiten arbeitspsychologisch fundiert zu analysieren und eine wirksame Mensch-KI-Kollaboration zu gestalten, die Effizienz, Arbeitszufriedenheit und intrinsische Motivation gleichermaßen stärkt.

Nach der Weiterbildung können Sie:

1. Golden Use Cases erkennen

Sie lernen, Geschäftsprozesse strukturiert zu analysieren und zu bewerten, um KI-Potenziale gezielt dort zu identifizieren, wo sie wirtschaftlich sinnvoll und organisatorisch tragfähig sind.

2. Aufgaben arbeitswissenschaftlich fundiert erheben

Aufbauend auf arbeits- und organisationspsychologischen Dimensionen wird erhoben, wie Tätigkeiten gestaltet sein müssen, damit KI-Unterstützung nicht nur effizient ist, sondern auch Akzeptanz, Kompetenzgefühl und Motivation fördert.

3. Mensch-KI-Teams gestalten und managen

Sie konzipieren konkrete Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI. Dabei wird klar definiert, welche Rolle der Mensch einnimmt:

  • in the loop (Mensch als aktiver Prozessbestandteil)
  • on the loop (Mensch als Entscheider und Eingreifer)
  • out of the loop (vollautomatisierte Prozesse)

4. Human-AI Teaming evaluieren und optimieren

Abschließend lernen Sie, Mensch-KI-Teams systematisch zu evaluieren, Wirkungen messbar zu machen und fundierte Empfehlungen zur Optimierung abzuleiten.

5. Transfer in Entwicklungsprozesse & Stakeholder-Einbindung leisten

Sie lernen, relevante Stakeholder im Unternehmen gezielt einzubinden und menschzentrierte Gestaltungsaktivitäten wirksam in bestehende Entwicklungsprozesse zu integrieren. Dabei erwerben Sie Strategien, um Einwände konstruktiv zu adressieren und die Umsetzung nachhaltig abzusichern.

Didaktisches Konzept

Die Weiterbildung ist hochgradig transferorientiert und situiert gestaltet: Sie werden durch ein realitätsnahes Szenario geführt und bearbeiten alle Module entlang eines fiktiven Unternehmens, dessen Entwicklungsstationen Sie Schritt für Schritt durchlaufen. Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander – mit vielen Übungen, Diskussionen und konkreten Anwendungssituationen. Als besonderes Plus der Weiterbildung erhalten Sie eigens entwickelte KI-Werkzeuge, die Sie bei der Anwendung der vermittelten Methoden unterstützen und Ihnen auch nach Abschluss als praktische Arbeitsunterstützung im Unternehmensalltag zur Verfügung stehen.

Wissenschaftlich fundiert und praktisch erprobt

Die Weiterbildung verbindet als eines der ersten Angebote am Markt arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse systematisch mit generativer KI. So ist ein neuartiges, arbeitswissenschaftlich fundiertes Framework entstanden, um Mensch-KI-Arbeitsteilung produktiv und menschgerecht zu gestalten. Alle Inhalte basieren auf der wissenschaftlichen und praktischen Expertise von Fraunhofer-Expertinnen und Experten. Die Methoden sind praxisnah weiterentwickelt und bereits in großen Unternehmen erfolgreich erprobt.

LERNMODULE

    1. Einführung in KI & ihre Potenziale

    Grundlagen, Funktionsweisen und Einordnung von KI im Unternehmenskontext

2. Identifikation der Golden Use Cases

Strukturierte Analyse von Prozessen und Tätigkeiten

3. Arbeitswissenschaftliche Aufgabenerhebung

Psychologisch fundierte Analyse für gute Arbeit mit KI

4. Konzeption der Mensch-KI-Kollaboration

Rollen, Verantwortlichkeiten und Teammodelle

5. Evaluation & Optimierung

Wirksamkeit messen und weiterentwickeln

6. Transfer in die Unternehmung

Stakeholder gezielt einbinden und menschzentrierte KI-Gestaltung wirksam in bestehende Entwicklungsprozesse integrieren

ZIELGRUPPE

Personen aus den Bereichen:

  • KI-Strategie
  • Entwicklung & Einführung von GenAI-Systemen
  • Innovation & Digitalisierung
  • Product Ownership
  • Usability-Engineering & UX
IHRE DOZIERENDEN

Marisa Koopmann ist seit Anfang 2024 in der Gruppe »Usability & UX Design« am Fraunhofer FIT tätig. Sie hat 2023 ihr Masterstudium im Bereich Usability Engineering erfolgreich abgeschlossen. Zuvor war sie bei Fresenius Medical Care tätig, wo sie an der nutzerzentrierten Entwicklung und Bewertung medizinischer Geräte mitwirkte und fundierte Einblicke in regulatorische Anforderungen und einschlägige Normen (z. B. IEC 62366) gewann.

Durch ihr Studium und ihre bisherige Praxiserfahrung verfügt sie über umfassende Kenntnisse in der Planung, Durchführung und Auswertung von Usability-Tests. Seit 2025 ist sie im Leitungsteam der Ausbildung Human-AI Teaming.

Prof. Dr. Britta Essing ist Diplom-Psychologin und Honorarprofessorin an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Sie leitet die Abteilung »Human-Centered Engineering & Design« am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. Ihre fachliche Expertise liegt in den Bereichen Usability Engineering, User Experience Design und menschzentrierte Technikgestaltung.

Sie engagiert sich seit vielen Jahren in der praxisnahen Ausbildung von Usability-Professionals und ist Mitbegründerin des Fördervereins Usability-Netzwerk Bonn/Rhein-Sieg. Als Mitglied in relevanten Fachgremien – darunter DIN, DAkkS (ehemals DATech) und die German UPA – bringt sie ihre Erfahrung aktiv in die Weiterentwicklung von Standards und Zertifizierungsverfahren im Bereich Gebrauchstauglichkeit ein. Ihr Wirken ist geprägt durch eine enge Verbindung von Forschung, Lehre, Normung und Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft.

Peter Hunkirchen ist Diplom-Kaufmann und arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Usability & UX Design und Business Development in der Abteilung »Human-Centered Engineering & Design« am Fraunhofer FIT. Er ist spezialisiert auf die Entwicklung und Bewertung benutzerzentrierter Systeme und verbindet wirtschaftliches Denken mit nutzerzentrierter Innovationsgestaltung.

Als Dozent für Usability Engineering und UX an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Rheinbach vermittelt er praxisnahe Methoden zur Gestaltung gebrauchstauglicher interaktiver Systeme. Er ist Mitbegründer des International Usability and User Experience Qualification Board e.V. (UXQB) und engagiert sich in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien zur Qualitätssicherung im Bereich Usability und UX – darunter DIN, DAkkS und UXPA / German UPA.

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