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Studentische Hilfskraft (M/F/D) gesucht

7. Dezember 2021

Du bist kreativ, engagiert und hast Lust, neben Deinem Studium praktische Erfahrungen zu sammeln? Du interessierst Dich für das Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft? Dann bewirb Dich jetzt bei uns! Wir suchen ab sofort für mindestens 6 Monate eine studentische Hilfskraft (M/W/D) im Bereich wirtschaftswissenschaftliche Datenanalyse.  

Wünsche von Familien mit beeinträchtigten Kindern an die Politik vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie

2. Dezember 2021

Die Ergebnisse der dritten Befragung von Familien mit beeinträchtigten Kindern sind jetzt verfügbar. Die Studie gibt einen Überblick über die Situation von Familien mit beeinträchtigten Kindern und deren Wünsche an die Politik in Pandemie-Zeiten. Die Befragung wurde im Zeitraum von Anfang Juli bis Mitte Oktober 2021 durchgeführt. Insgesamt nahmen 847 Familien an der Umfrage teil.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind für Familien mit beeinträchtigten Kindern besonders spürbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Reihe von Befragungen, die das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT in Kooperation mit dem Inclusion Technology Lab Berlin seit dem Frühjahr 2020 durchgeführt hat. Nun liegen die Ergebnisse der dritten Befragung im Zeitraum von Anfang Juli bis Mitte Oktober 2021 vor. Befragt wurden Familien, deren Kinder einen besonderen Unterstützungsbedarf haben oder an einer chronischen Erkrankung leiden – körperlich, psychisch oder sozial emotional.

Auch wenn der zweite Lockdown von Dezember 2020 bis Mai 2021 als etwas weniger belastend empfunden wurde als der erste, haben beeinträchtigte Kinder und Jugendliche nicht nur unter den Schließungen von Betreuungseinrichtungen gelitten, sondern auch unter dem Wegfall von Therapien und palliativen Angeboten. 40 Prozent der Befragten berichten von Entwicklungsrückschritten ihrer Kinder. Für die Befragten selbst war der Lockdown ebenfalls mit enormen Belastungen verbunden. Sie fühlten sich nicht nur durch die Betreuung und Pflege ihrer Kinder überfordert, sondern auch aufgrund einer Zunahme von Konflikten innerhalb der Familie und von Sorgen um ihre wirtschaftliche Situation.

Die Maßnahmen selbst bewertet der größte Teil der Befragten als gerade richtig, während es sowohl Personen gibt, die sich härtere Maßnahmen gewünscht hätten als auch Befragte, denen die Maßnahmen zu weit gingen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in den offen formulierten Wünschen an die Politik: Beim Thema Corona-Maßnahmen ging es teilweise um einen größeren Schutz von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen durch eine Impfpflicht für ihre Betreuungspersonen, Impfangebote für diese Kinder – etwa auch auf Basis von Ausnahmegenehmigungen – oder eine Beibehaltung von Maskenpflicht und Abstandsregeln. Gleichzeitig wurde teilweise aber auch das fehlende Verständnis dafür bemängelt, dass sich diese Kinder und Jugendlichen teilweise nicht an Abstandsregeln oder eine Maskenpflicht halten können. Am häufigsten wurde bei den offen formulierten Wünschen jedoch der Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit für die besonderen Bedürfnisse von Familien mit beeinträchtigten Kindern genannt.

Zusätzlich wurde in der neuen Umfrage die Bewertung von Wünschen erfragt, die aus den ersten beiden Befragungen abgeleitet werden konnten. Dabei wurden die Wünsche »Weniger Bürokratie / schnellere Bearbeitung von Anträgen auf Unterstützung« und »Mehr Freizeitangebote für beeinträchtigte Kinder / Jugendliche« als besonders wichtig bewertet. Insbesondere für Kinder und Jugendliche, die in ihrem Erleben oder Verhalten stark beeinträchtigt sind, fehlt es offensichtlich an Freizeitangeboten.

Der Bericht zur Befragung analysiert außerdem Unterschiede zwischen den Wünschen verschiedener Familien. Während Familien mit hohem sozio-ökonomischem Status relativ wenig finanzielle Hilfe oder Unterstützung bei der Bereitstellung und Nutzung von Technik benötigen, etwa beim Homeschooling, spielen diese Themen für Familien mit niedrigerem sozio-ökonomischem Status eine enorme Rolle.

Ein Vergleich mit den Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (https://www.diw.de/soep) hat außerdem gezeigt, dass Familien mit beeinträchtigten Kindern dort nicht adäquat erfasst sind, weil ihre Zahl relativ klein ist. Insofern leistet diese Befragung einen wichtigen Beitrag zur Erfassung und Kommunikation der Bedarfe dieser Familien. Das Sozio-Ökonomischen Panel ist eine repräsentative Haushaltsbefragung in Hinblick auf viele Charakteristika der Gesamtbevölkerung in Deutschland, in der seit 1984 jährlich etwa 20.000 Haushalte befragt werden.

Neue Publikation: Daten zur Informellen Pflege – Pflegebedürftige und Pflegende

25. Oktober 2021

Eine aktuelle Zusammenfassung von Mara Rebaudo, Lena Calahorrano und Kathrin Hausmann stellt Daten zu Pflegebedürftigen und informell Pflegenden auf Basis unterschiedlicher Quellen zusammen. Dabei wird jeweils das aktuellste verfügbare Datenjahr verwendet. Am Ende des Jahres 2020 waren rund 4,3 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Die aktuellsten Informationen zur Zahl der informell Pflegenden sind etwas älter: Im Jahr 2019 gaben hochgerechnet 5,3 Millionen erwachsene Menschen an, Zeit mit der Versorgung und Betreuung pflegebedürftiger Personen zu verbringen. Davon waren etwa 60 Prozent Frauen. Rund 40 Prozent verbrachten mindestens zehn Stunden wöchentlich mit Pflegetätigkeiten. Etwa 3,6 Millionen informell Pflegende waren erwerbsfähig und davon etwa 3 Millionen erwerbstätig.

Neue Publikation: PigConomy

Evidenzbasierte Analyse von empirischen Daten der Nutztierhaltung und deren Verwertung

16. August 2021

PigConomy zielt auf eine Optimierung der Prozesse in der Fleischproduktion. Als Rohstoff für diese Verbesserung dienen Daten, die während der Tierhaltung und bei der Schlachtung erhoben werden. Diese Prozessdaten werden nicht nur tabellarisch gegenüber gestellt, sondern bilden die Basis für die Extraktion von Wirkungszusammenhängen zwischen Haltungsentscheidungen und der am Schlachthof diagnostizierten Tiergesundheit. Dieses Wissen stellt damit ein greifbares und monetäres Gut für die Optimierung der Produktionsprozesse in der Herstellung von Fleisch dar, dessen Nutzung überwacht und incentiviert werden muss. PigConomy illustriert mit einem Proof of Concept die Monetarisierung von Daten der Prozesskette zur Produktion von Schweinefleisch. Es steht aber nicht nur die ökonomische Optimierung der Haltungsprozesse im Vordergrund, sondern auch die Verbesserung des Tierwohls, wie es quantitativ am Schlachthof befundet wird. Das Tierwohl läßt sich durch die Nutzung des Wissens über die kausalen Zusammenhänge von Haltungsentscheidungen und Tiergesundheit analog zur Haltungseffizienz verbessern. Dieser Beitrag beschreibt PigConomy als Kern eines Öko-Systems zur Datenbewirtschaftung. Zudem werden funktionale Ergänzungen diskutiert, um PigConomy auf eine nachhaltige operative Basis zu stellen.

Datensammlung zu Steuerpolitik 2020/2021 veröffentlicht

10. Mai 2021

Das Bundesministerium der Finanzen hat die Datensammlung zu Steuerpolitik 2020/2021 veröffentlicht. Viele der Tabellen wurden von der Abteilung Mikrosimulationsmodelle des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT erstellt, etwa die Beiträge der ärmsten und der reichsten Steuerpflichtigen zum Einkommensteueraufkommen (Tabelle 2.2), die Effekte des Splittingverfahrens (Tabelle 2.7.5) oder auch die Daten zum Familienleistungsausgleich (Tabelle 2.8.1).

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Bestimmungsgründe des Gender Care Gap sind bei Personen mit und ohne Migrationshintergrund ähnlich

4. Mai 2021

Der Gender Care Gap misst die prozentuale Differenz der durchschnittlichen täglichen Zeitverwendung für unbezahlte Sorgearbeit von Frauen im Verhältnis zur durchschnittlichen täglichen Zeitverwendung für unbezahlte Sorgearbeit von Männern. Im Jahr 2019 hat eine Studie der Abteilung Mikrosimulationsmodelle des Fraunhofer FIT die Ursachen der Ungleichverteilung von Sorgearbeit und die Wirkungsweise unterschiedlicher Handlungsempfehlungen des Zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung auf diese Ungleichverteilung untersucht. Eine aktuelle Folgestudie beschäftigt sich damit, wie sich die Bestimmungsgründe des Gap für Personen mit und ohne Migrationshintergrund unterscheiden. Der Care Gap von Personen mit Migrationshintergrund ist größer als der von Personen ohne Migrationshintergrund. Dies liegt vor allem am höheren Umfang der Care-Arbeit von Frauen mit Migrationshintergrund im Vergleich zu Frauen ohne Migrationshintergrund. Dabei ist die höhere Care-Arbeit von Frauen mit Migrationshintergrund auf Unterschiede in beobachtbaren Charakteristika zurückzuführen. So sind Frauen mit Migrationshintergrund deutlich seltener erwerbstätig, haben im Durchschnitt ein geringeres Bildungsniveau und Einkommen und mehr Kinder. Unbeobachtete Unterschiede wie Normen und Präferenzen beeinflussen potenziell jedoch nicht nur den Umfang der Care-Arbeit selbst, sondern auch einige der erklärenden Faktoren.

Neue Publikation: Kindergarten for Free?! Empirical Evidence on the Utilization of Income Tax Deductions for Child Care Expenses

19. Januar 2021

In den meisten Industrieländern kann die persönliche Einkommensteuerschuld durch die Absetzung unterschiedlicher Ausgaben reduziert werden. Die damit verbundenen Einkommensausfälle bei den staatlichen Haushalten werden für eine Reihe von Steuertatbeständen regelmäßig geschätzt. Über den Anteil der Steuerpflichtigen, die bestimmte Absetzungsmöglichkeiten nutzen, ist jedoch wenig bekannt, genau so wenig wie darüber, was die Nutzung bestimmt. Dieser Artikel beleuchtet dieses Thema anhand der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten. Er zeigt, dass großzügigere Absetzungsmöglichkeiten auch deutliche Auswirkungen auf die Nutzung dieser Möglichkeiten selbst hätten.

Familien, in denen Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen leben – Ergebnisse einer aktuellen Umfrage

1. Dezember 2020

Die zwischen August und Oktober 2020 vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT und dem Inclusion Technology Lab durchgeführte Online-Befragung zeigt, dass Familien, deren Kinder eine verkürzte Lebenserwartung haben, in vielen Dingen anderen Familien mit beeinträchtigten Kindern ähneln. Es gibt jedoch auch Unterschiede: Kinder mit verkürzter Lebenserwartung haben der Umfrage zufolge weniger Geschwister und sind häufiger Einzelkinder. Ihre Eltern sind tendenziell etwas älter. Befragte mit Kindern mit verkürzter Lebenserwartung gaben zudem etwas häufiger an, sich während der Corona-Pandemie schlechter unterstützt gefühlt zu haben. Gleichzeitig berichtet auch ein größerer Anteil von einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation.

Die Umfrage hatte das Ziel, die Fragestellung zu beantworten, was Familien mit beeinträchtigten Kindern bei einem erneuten Lockdown bräuchten. Auswertungen zu diesem Thema finden sich hier.

Vierter Steuerprogressionsbericht veröffentlicht

26. Oktober 2020

Der Bericht der Bundesregierung über die Wirkung der kalten Progression im Verlauf des Einkommensteuertarifs für die Jahre 2020 und 2021 wird alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der Abteilung Mikrosimulationsmodelle des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT erstellt. Er enthält die Schätzungen der Gesamtwirkung der kalten Progression in Deutschland und stellt damit auch eine Grundlage dar für die Anpassungen, die der Gesetzgeber beim Einkommensteuertarif regelmäßig vornimmt.

Unter der Kalten Progression versteht man den Anstieg der durchschnittlichen Steuerlast der Einkommensteuerzahler, die auch dann entsteht, wenn ihre Einkommen nur in Höhe der Inflation steigen, also kein realer Anstieg der steuerlichen Leistungsfähigkeit gegeben ist. Mit den Tarifänderungen des Zweiten Familienentlastungsgesetzes, dessen steuerlichen Auswirkung ebenfalls durch die Mikrosimulationsmodelle geschätzt wurden, wird die Kalte Progression in den beiden Jahren mehr als ausgeglichen.

Daten zur Informellen Pflege: Pflegebedürftige und Pflegende

5. Oktober 2020

Als Diskussionsgrundlage für die Planung von Reformen im Bereich der informellen Pflege ist es sinnvoll, die Gruppe der betroffenen Personen eingrenzen und charakterisieren zu können. Eine aktuelle Zusammenfassung von Mara Rebaudo, Lena Calahorrano und Kathrin Hausmann stellt Daten zu Pflegebedürftigen und informell Pflegenden auf Basis unterschiedlicher Quellen zusammen. Dabei wird jeweils das aktuellste verfügbare Datenjahr verwendet.

Die Pflegebedürftigen mit anerkanntem Pflegegrad können unterschiedliche Leistungen der Pflegeversicherung empfangen. Sie werden dementsprechend in den amtlichen Statistiken der Pflegekassen erfasst. Dagegen hat nur ein Teil der informell Pflegenden einen Leistungsanspruch, sodass diese Gruppe in amtlichen Statistiken nicht erfasst wird. Um diese Gruppe beschreiben zu können, empfiehlt sich deshalb die Nutzung von Umfragedaten. Die hier genannten Zahlen beruhen größtenteils auf dem SOEP, einer repräsentativen Haushaltsbefragung, in der seit 1984 jährlich etwa 30 000 Personen befragt werden, unter anderem zu ihrer Zeitverwendung für die Versorgung und Betreuung pflegebedürftiger Personen.

Die Wirkung des Kinderbonus bei gleichzeitigem Erhalt einer Abfindungszahlung

Publikation, Sven Stöwhase, »Soziale Sicherheit« 8-9/2020

25. August 2020

Mit dem am 29. Juni 2020 verabschiedeten Kinderbonus sollen gezielt Familien mit geringem und mittlerem Einkommen gefördert werden. Familien mit höherem Einkommen werden durch die Berücksichtigung des Kinderbonus bei der Günstigerprüfung zwischen Kindergeld und Kinderfreibetragswirkung im Rahmen des Familienleistungsausgleichs de facto von der Leistung ausgeschlossen. Wie dieser Beitrag zeigt, beschränkt die Günstigerprüfung allerdings auch bei Familien mit geringerem Einkommen die Wirkung des Kinderbonus, sofern diese Familien in diesem Jahr eine Abfindungszahlung erhalten, die in der Einkommensteuer tarifbegünstigt ist. Vor dem Hintergrund, dass solche Zahlungen vielfach einen sozialen Ausgleich für betriebsbedingte Kündigungen darstellen, und die Empfänger der Zahlungen oftmals bereits wirtschaftlich geschädigt sind, ist dies allerdings kritisch zu bewerten.

Angleichung von Erwerbsumfang und Löhnen von Männern und Frauen würde auch Gender Care Gap reduzieren

12. Dezember 2019

Der Gender Care Gap misst die prozentuale Differenz der durchschnittlichen täglichen Zeitverwendung für unbezahlte Sorgearbeit von Frauen im Verhältnis zur durchschnittlichen täglichen Zeitverwendung für unbezahlte Sorgearbeit von Männern. Dabei umfasst »Care« sowohl Hausarbeit und Kinderbetreuung als auch Gartenarbeit, Reparaturen oder auch Einkäufe. Der Gender Care Gap ergänzt den Gender Pay Gap und den Gender Pension Gap als weitere Kennziffer für geschlechtsspezifische Ungleichheiten. Er beträgt aktuell etwa 52 Prozent. Eine aktuelle Studie der Abteilung Mikrosimulationsmodelle des Fraunhofer FIT untersucht die Ursachen der Ungleichverteilung von Sorgearbeit und die Wirkungsweise unterschiedlicher Handlungsempfehlungen des Zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung auf diese Ungleichverteilung. Es zeigt sich, dass die Angleichung des Erwerbsumfangs von Männern und Frauen eine relative große Hebelwirkung auf den Gender Care Gap hätte, da sie gleichzeitig Einkommensunterschiede reduzieren würde. Es gibt jedoch eine Reihe weiterer Einflussfaktoren, darunter auch Rollenbilder und Stereotype, sodass eine vollständige Schließung des Gap in absehbarer Zeit unrealistisch ist.

Steuervergünstigungen von 1,8 Milliarden Euro könnten wegfallen

30. Oktober 2019

FiFo Köln, ZEW Mannheim, ifo Institut und Fraunhofer FIT bewerten für das Bundesfinanzministerium 33 deutsche Steuervergünstigungen – Nur sechs Maßnahmen mit zusammen 2,7 Milliarden Euro bekommen ein »Gut«.

7th World Congress of the International Microsimulation Association

Wir sind auf dem 7th World Congress of the International Microsimulation Association vom 19.-21. Juli 2019 an der National University of Ireland in Galway mit folgenden Beiträgen vertreten:

  • Implementing Caregiver Leave Benefits − A Microsimulation Analysis for Germany (Mara Rebaudo)
  • Fuel Taxation by CO2 Emissions: Distributional Effects of a Green Fuel Tax Reform in Germany (Lara Quack)
  • A new measure of Intra-generational Redistribution within PAYG Pension Schemes and its Application to German Micro-data (Sven Stöwhase)

CO2-Steuer auf Diesel und Benzin hat positive Verteilungswirkungen

6. Mai 2019

In der aktuellen Debatte um die Einführung einer CO2-Steuer wird oftmals auf mögliche negative Verteilungswirkungen hingewiesen. Es wird befürchtet, dass ärmere Haushalte stärker von einer solchen Steuer betroffen sein könnten als Haushalte in höheren Einkommensschichten. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall – zumindest bei einer zusätzlichen CO2-Steuer nur auf Pkw-Kraftstoffe, deren Gesamterlös der Fiskus im Rahmen einer jährlichen Pro-Kopf-Pauschale vollständig an die Bevölkerung zurückerstattet. Dies zeigen die Ergebnisse einer Analyse der Abteilung Mikrosimulationsmodelle des Fraunhofer FIT.

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Datensammlung zu Steuerpolitik 2018 veröffentlicht

6. Februar 2019

Das Bundesministerium der Finanzen hat die Datensammlung zu Steuerpolitik 2018 veröffentlicht. Viele der Tabellen wurden von der Abteilung Mikrosimulationsmodelle des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT erstellt, etwa die Beiträge der ärmsten und der reichsten Steuerpflichtigen zum Einkommensteueraufkommen (Tabelle 2.2), die Effekte des Splittingverfahrens (Tabelle 2.7.5) oder auch die Daten zum Familienleistungsausgleich (Tabelle 2.8.1).

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3. Steuerprogressionsbericht verabschiedet

31. Oktober 2018

Das Bundeskabinett hat im Vorfeld der geplanten Steuerentlastungen durch das Familienentlastungsgesetz den 3. Steuerprogressionsbericht verabschiedet. In dem Bericht wird aufgezeigt, welche Mehrbelastungen die Haushalte rein durch die Preissteigerung in den Jahren 2018 und 2019 zu erwarten haben, weil der Einkommensteuertarif progressiv verläuft. Fraunhofer FIT schätzt für diesen alle 2 Jahre erscheinenden Bericht auf Grundlage der aktuellen und zu erwartenden Inflation die aggregierten Steuermehreinnahmen infolge der Kalten Progression. Der Effekt der Kalten Progression beläuft sich im Jahr 2018 auf etwa 3,3 Mrd. Euro und unter der Annahme einer Inflationsrate von 1,9% im Jahr 2019 dann 3,8 Mrd. Euro.

Der vollständige Steuerprogressionsbericht ist auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums abrufbar.

Neue Publikation

Jacobs, Leif; Quack, Lara: Das Ende der Dieselsubvention: Verteilungseffekte einer CO2-basierten Energiesteuerreform

Abstract
Der Diesel- wird im Gegensatz zum Benzinkraftstoff deutlich subventioniert. Dies führt zu verfehlten Anreizwirkungen bei der CO2-Reduktion. Würde man beide Kraftstoffarten bei gleichem Steueraufkommen entsprechend ihres CO2-Ausstoßes besteuern, würde Benzin billiger und Diesel teurer werden. Eine solche Reform würde für mehr als zwei Drittel der privaten Haushalte eine finanzielle Entlastung bedeuten. Insbesondere die einkommensschwächeren Haushalte würden profitieren, sodass die Sozialverträglichkeit gewährleistet wäre.

Pflege naher Angehöriger: Pflegeversicherung profitiert von Umverteilung in der Sozialversicherung

24. April 2018

Der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung entgehen durch die Minderung des Erwerbsumfangs von pflegenden Angehörigen jedes Jahr Versichertenbeiträge in Höhe von zwei  Milliarden Euro. Gleichzeitig spart die Pflegeversicherung über eine Milliarde Euro, da  die Pflege durch Angehörige zu einer geringeren Inanspruchnahme ambulanter oder sogar stationärer Pflegeleistungen führt.

Presseinformation

Neue Datensammlung zur Steuerpolitik veröffentlicht

22. März.2017

Das Bundesfinanzministerium hat die neue »Datensammlung zur Steuerpolitik«, Ausgabe 2016 / 2017, veröffentlicht. Sie ist eine jährliche Publikation, in der Zahlen und Fakten zu steuerlich wesentlichen Sachverhalten dargestellt werden. Fraunhofer FIT liefert hierfür zahlreiche Schätzungen zu den darin enthaltene Tabellen für den Bereich der Einkommensteuer.

So findet sich in der Datensammlung eine Tabelle, welche den Beitrag aller Steuerpflichtigen zum Steueraufkommen verteilt nach Einkommensgruppen ausweist. Auch die Effekte des Ehegattensplittings in Deutschland werden quantifiziert und eine Schätzung seiner Gesamtwirkung aufgeteilt nach Ehepaaren mit bzw. ohne Kinder und nach Alleinverdiener- und Doppelverdienerehen vorgenommen.

Fraunhofer FIT ermittelt die Daten zum Familienleistungsausgleich und die Größenordnungen verschiedener familienpolitischer Maßnahmen wie bspw. die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten, von Unterhaltsleistungen im Wege des sogenannten Realsplittings oder die Wirkung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende.

Die Datensammlung zur Steuerpolitik ist auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums abrufbar.

Zocken fürs Vaterland – Teilnahme am Science-Slam in Essen

30. Januar 2017

Ein Science-Slam ist eine besondere Art des wissenschaftlichen Wettstreits. Glücksspielexperte Prof. Luca Rebeggiani vom Fraunhofer FIT nahm am jährlichen Science-Slam der FOM Hochschule in Essen mit einem eher unkonventionellen Beitrag über die deutsche Glücksspielmarktregulierung teil.

Bericht zur Veranstaltung

Experte vom Fraunhofer FIT als Sachverständiger bei Anhörung des NRW-Haushalts- und Finanzausschusses vorgeladen

8. November 2016

Droht den Lotto-Annahmestellen in NRW wirklich langfristig das Aus? Im Rahmen einer Anhörung des Haushalts- und Finanzausschusses wurde über die Finanzierungssituation der Lotto-Annahmestellen beraten. Glücksspielexperte Prof. Dr. Luca Rebeggiani vom FIT war einer der geladenen Sachverständigen.

Demografischer Wandel dämpft Steuereinnahmen

3. November 2016

Die Alterung der Gesellschaft und der Bevölkerungsrückgang beeinträchtigen mittel- und langfristig die Steuereinnahmen in Deutschland. Bis zum Jahr 2060 wird die Bevölkerung in Deutschland nicht nur durchschnittlich älter, sondern auch deutlich kleiner sein als heute. Das Steueraufkommen wird in den nächsten Jahrzehnten entsprechend geringer. Dies zeigt eine Analyse von Fraunhofer FIT und Prognos im Auftrag des Bundesfinanzministeriums.

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