Markus Eisenhauer beim Rat der Weisen Kolumbiens

Presseinformation / 1.10.2019

Auf Einladung der Vizepräsidentin Kolumbiens, Martha Lucía Ramírez, traf sich der internationale Rat der Weisen (Misión Internacional de Sabios) am 16. – 19. September 2019 zu seinem zweiten Gipfeltreffen. Das Treffen des elitären Zirkels aus national und international anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fand im Zentrum des Spanischen Konsulats in Cartagena de Indias statt. Dr. Markus Eisenhauer, Fraunhofer FIT, war als Experte für Industrie 4.0 und konvergente Technologien sowie für den Aufbau eines Forschungssystems nach Fraunhofer-Modell eingeladen. Aufgabe des Rates ist Erarbeitung einer Road Map für die strategische Förderung von Wissenschaft, Technologie und Innovation in Kolumbien.

© Vicepresidencia de la República, Colombia
Vizepräsidentin Kolumbiens Marta Lucía Ramírez und Dr. Markus Eisenhauer, Leiter des Forschungsbereichs User-Centered Computing des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT, im Gespräch beim zweiten Gipfeltreffen des internationalen Rats der Weisen (Misión Internacional de Sabios).

Die Misión de Sabios besteht aus 47 Mitgliedern, darunter ein Nobelpreisträger für Physik, 16 Frauen, internationale Experten und einige Mitglieder der vorherigen Mission in den Jahren 1993-1994. Aufgeteilt in acht Themengruppen beschäftigen sie sich mit acht Themenfeldern, die die Regierung Kolumbiens als für die Zukunft des Landes vorrangig erkannt hat. Dies sind die Bereiche Sozialwissenschaften, Lebenswissenschaften, Biotechnologie, Bioökonomie und Umwelt, Ozean und Wasserwirtschaft, Grundlagenforschung und Weltraum, Nachhaltige Energie, Konvergente Technologien und Industrie 4.0 sowie Kreativindustrie und Kultur. Jede Gruppe wird von einer kolumbianischen Universität unterstützt, die eine grundlegende Rolle bei der Koordination des gesamten Forschungsprozesses spielen.

An der Misión de Sabios nahmen auch rund 200 Spitzenvertreter aus Industrie, Verbänden, der Regierung und Behörden und Vertreter der relevanten Ministerien teil.

»Die Misión de Sabios öffnet das Tor für den Aufbau von Instrumenten auf territorialer, produktiver und institutioneller Ebene, die praktische Lösungen für die Herausforderungen der Entwicklung von Wissenschaft, Technologie und Innovation im Land ermöglichen. Daher waren das wissenschaftliche und intellektuelle Ansehen der Vorgeladenen und der Respekt, den sie sich in ihren wissenschaftlichen Communities erworben haben, wichtige Kriterien für die Auswahl der Teilnehmenden«, so Vizepräsidentin Marta Lucía Ramírez.

Dr. Markus Eisenhauer, Leiter des Forschungsbereich User-Centered Computing des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT wurde zum zweiten Rat der Weisen als Special Guest zum Thema Industrie 4.0 geladen. In seinem Vortrag stellte er auch das Fraunhofer-Modell der angewandten Forschung zum direkten Nutzen für die Industrie vor.

»Das ehrgeizige Ziel Kolumbiens im Bruttoinlandsprodukt Länder-Ranking unter die besten 25 Staaten zu gelangen, kann nur erreicht werden, wenn Wissenschaft und Unternehmertum eng zusammenarbeiten. Wichtig ist auch eine solide technische Infrastruktur, damit die Vernetzung von Forschung und Industrie reibungslos gelingt. Fundamental ist auch ein besserer Zugang zur Bildung für alle Bevölkerungsschichten«, so Eisenhauer.