Human-Centered Engineering & Design

All Data 4 Green Deal

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All Data 4 Green Deal (AD4GD) entwickelt den europäischen Green Deal Data Space – eine Infrastruktur, die Umwelt‑, Klima‑ und Biodiversitätsdaten aus Forschung, Erdbeobachtung, Sensorik und Bürgerforschung interoperabel verknüpft. Fraunhofer FIT trägt dazu bei, dass diese komplexe Dateninfrastruktur in intuitiv nutzbare Werkzeuge übersetzt wird. Dazu entwickelt Fraunhofer FIT nutzerzentrierte Konzepte, Workflows und Prototypen, die technische Innovation in praxisnahe Anwendungen für Behörden, Wissenschaft und Gesellschaft überführen.


Das EU‑Projekt All Data 4 Green Deal (AD4GD) verfolgte das Ziel, die technische und methodische Grundlage für den Green Deal Data Space zu schaffen, indem Umwelt‑, Klima‑ und Biodiversitätsdaten aus vielfältigen Quellen interoperabel verknüpft werden. AD4GD adressiert damit eine zentrale Herausforderung des Europäischen Green Deal und ermöglicht Entscheidungsträgern, fundierte Erkenntnisse aus einer bislang fragmentierten Datenlandschaft zu gewinnen.

Die Abteilung Human Centered Engineering & Design des Fraunhofer FIT stellte sicher, dass die entwickelte Infrastruktur nicht nur technologisch leistungsfähig, sondern konsequent nutzerzentriert gestaltet wurde. Dafür führte sie systematische Anforderungs- und Wettbewerbsanalysen sowie Kontextinterviews durch, um Rollen, Arbeitsprozesse und Bedarfe unterschiedlicher Nutzergruppen von Behörden über Forschungseinrichtungen bis hin zur Zivilgesellschaft zu verstehen. Auf dieser Grundlage konnte das Projektteam die Nutzeranforderungen im Kontext der komplexen Systemarchitektur eines Datenraums erfassen und in menschenzentrierte Lösungen übersetzen.

Darüber hinaus brachte die Abteilung ihre Expertise im Bereich Design Sprints ein, um die Erwartungen des Konsortiums in den drei Anwendungsbereichen Biodiversität, Luft- und Wasserqualität systematisch zu erheben und daraus individuelle Zielbilder zu entwickeln. Darauf aufbauend entwickelte das Projektteam funktionale Prototypen als Nutzeroberflächen, die intuitiven Zugang zu den komplexen Datenstrukturen ermöglichen. Ergänzend wurden Workshops mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt, die die konkreten Herausforderungen der Dateninteroperabilität sichtbar machten und in technische Anforderungen überführt wurden.

Im Projektverlauf zeigte sich, wie anspruchsvoll die Übersetzung zwischen hoch technischer Datenraum-Architektur und praxisnaher Nutzungskonzepte ist. Durch die methodische Expertise der Abteilung konnten die Anforderungen der Endnutzenden jedoch konsistent in Systemanforderungen überführt, im Entwicklungsprozess verankert und fortlaufend evaluiert werden. So gelang es, für regionale Entscheidungsträger, etwa in Berlin (Wasserqualität) und Katalonien (Biodiversität), einen Mehrwert für deren operative Praxis zu schaffen.

Ihr Nutzen

  • Qualität, Transparenz und Vertrauenswürdigkeit durch nutzerorientierte Gestaltung
  • Standardisierte Workflows und Prototypen, die Interoperabilität praktisch erfahrbar und technisch nutzbar machen
  • Intuitive, menschenzentrierte Nutzung komplexer Umwelt‑ und Klimadaten