KI-Agentenschmiede

Praxisrelevante Skills ohne akademischen Schnickschnack

Vom Zeitfresser zur Teamarbeit mit KI: In drei Tagen zum einsatzreifen KI-Agentensystem

Wie können Unternehmen KI-Agenten so einsetzen, dass sie wiederkehrende Büroarbeit zuverlässig und sicher übernehmen? Die KI-Agentenschmiede beantwortet diese Frage nicht mit Folien: Sie zeigt, wie Sie in nur drei Tagen ein KI-Agentensystem für eine Tätigkeit aus Ihrem eigenen Arbeitsalltag einrichten – ganz ohne Programmierkenntnisse!

Wiederkehrende Aufgaben automatisieren

Ein KI-Agentensystem kann verschiedene Aufgaben für Sie übernehmen. In einem Vorgespräch grenzen wir diese Tätigkeit gemeinsam so ein, dass sie in drei Tagen umgesetzt ist und Ihnen sofort Zeit spart. Beispiele dafür sind:

  • E-Mails sichten und Antworten entwerfen
  • Angebote aus Anfrage und Preisliste vorbereiten
  • Regelmäßige Berichte aus verschiedenen Quellen erstellen
  • Meetings vor- und nachbereiten
  • Markt- und Wettbewerbsinformationen sammeln und aufbereiten
  • Content aus vorhandenen Fachinformationen vorbereiten

Nach dem Training können Sie:

  • Tätigkeiten in Ihrem Arbeitsbereich erkennen, die ein KI-Agent zufriedenstellend und sicher übernehmen kann.
  • die Aufgabenteilung zwischen Mensch und KI vornehmen und dokumentieren. Dafür nutzen wir unser »Human-AI-Task-Canvas«, das zeigt, an welchen Stellen ein Mensch prüft, bevor etwas nach außen geht.
  • Ihr laufendes KI-Agentensystem betreiben und weiterentwickeln.
  • vergleichen, wieviel Zeit Ihnen das Agentensystem spart. Dazu berechnen wir zunächst Ihren aktuellen Zeitaufwand für die Tätigkeit und nutzen diesen Wert, um später die Einsparung zu messen.
  • Ihren Vorgesetzten einen Plan für den sicheren Betrieb im eigenen Unternehmen vorlegen, der festlegt, wohin Ihre Daten fließen und wer Zugriff hat.

Ihr Ergebnis: ein einsatzbereites KI-Agentensystem und das Wissen, es weiterzuentwickeln

Sie kehren mit einem laufenden KI-Agentensystem zurück und beherrschen seine Weiterentwicklung. Geeignete Arbeitsabläufe können Sie anschließend eigenständig automatisieren, ohne externen Auftrag und Wartezeit. So gewinnt Ihr Unternehmen Schritt für Schritt einen eigenen Bestand an KI-Agenten. Die eingesetzte Software ist Open Source, also frei verfügbar und ohne Lizenzkosten, und arbeitet mit frei verfügbaren KI-Modellen. Wo diese Modelle rechnen, entscheidet Ihr Unternehmen: auf einem eigenen Rechner oder bei einem Anbieter Ihrer Wahl.

Die Teilnahme unterstützt Unternehmen dabei, KI-Kompetenz im Sinne von Artikel 4 der EU-KI-Verordnung aufzubauen. Das »Human-AI-Task-Canvas« kann dabei als Bestandteil der internen Dokumentation der Maßnahme dienen.

ABLAUF

Vorgespräch – Sie wählen die passende Aufgabe aus

In einem Gespräch von 30 Minuten klären wir, welche Tätigkeit Sie mitbringen, wer daran beteiligt ist und wie viel Zeit sie heute kostet. Gemeinsam grenzen wir die Tätigkeit so ein, dass Ihr KI-Agent sie in drei Tagen übernehmen kann. Dabei legen wir fest, wie Sie den Zeitaufwand messen und klären, welche Unterlagen Sie brauchen, etwa Vorlagen, Preislisten oder Beispiel-E-Mails als Dateien.

Tag 1 – Sie teilen die Arbeit zwischen Mensch und KI auf

Sie zerlegen Ihre Tätigkeit in einzelne Schritte und legen für jeden fest, ob die KI ihn übernimmt oder ob er bei Ihnen bleibt. Dazu markieren Sie die Stellen, an denen ein Mensch prüft, bevor etwas nach außen geht. Das Ergebnis ist Ihr Human-AI-Task-Canvas, die Aufgabenteilung zwischen Mensch und KI auf einem Blatt.

Tag 2 – Sie bauen Ihr KI-Agentensystem

Sie installieren die Software auf Ihrem Notebook, verbinden sie mit einem KI-Modell und richten die Agenten für Ihre Tätigkeit ein. Anschließend testen Sie das System direkt mit Ihren eigenen Unterlagen und Arbeitsabläufen. Sie zeigen ihm beispielsweise, wie Ihr Unternehmen Angebote formuliert oder welche Informationen es berücksichtigen soll. Das System kann bereitgestellte Unterlagen selbst auswerten und Fundstellen zu seinen Antworten nennen. Vorgaben, die Sie im System hinterlegen, stehen auch beim nächsten Auftrag wieder zur Verfügung.

Tag 3 – Sie bereiten den Einsatz im Unternehmen vor

Sie klären, wo Ihr KI-Agentensystem nach dem Training laufen soll, wie Ihre Daten geschützt bleiben und wer das System betreut. Sie lernen, KI-Antworten systematisch zu prüfen und schätzen die voraussichtlichen Betriebskosten für Ihre Wirtschaftlichkeitsrechnung ab. Gemeinsam planen wir anschließend den Übergang vom Trainingssystem in Ihre Unternehmensumgebung – auf einem Arbeitsplatzrechner, einem Rechner im Unternehmen oder bei einem Cloud-Anbieter Ihrer Wahl, etwa mit Rechenzentrum in der EU. Die Einrichtung in Ihrem Unternehmen führen Sie anschließend mit dem erworbenen Wissen selbst durch oder begleiten sie; sie ist nicht Teil des Trainings.

Nach dem Training – Wir begleiten Sie weiter

In drei Einzelgesprächen begleiten wir Sie beim Übergang in den Arbeitsalltag. Nach 30 Tagen prüfen wir, wie sich das System im Einsatz bewährt. Nach 60 Tagen vergleichen wir den tatsächlichen Zeitaufwand mit Ihrem Ausgangswert. Nach 90 Tagen besprechen wir Verbesserungen und Erweiterungen und planen, welchen Arbeitsablauf Sie als Nächstes automatisieren können.

ZIELGRUPPE

Das Training richtet sich an Umsetzerinnen und Umsetzer, also an die Personen, die das KI-Agentensystem im Unternehmen danach gestalten und in die Umsetzung bringen. Teilnehmende der KI-Agentenschmiede sind zum Beispiel Mitarbeitende aus den Bereichen Verwaltung, Ein- und Verkauf, Sekretariat oder Marketing. Ebenso willkommen sind Inhaberinnen und Inhaber kleiner Betriebe. Nach dem Training sind Sie die Person im Haus, die beurteilen kann, welche Tätigkeiten sich einer KI übertragen lassen und Sie leben den Einsatz von KI-Agenten im Arbeitsalltag vor.

Für Personen, die die Einrichtung lediglich beauftragen und das Ergebnis entgegennehmen möchten, ist dieses Format nicht geeignet. Für diese Personen ist das Fraunhofer-Training Human-AI Teaming die passende Fortbildung. In diesem Training erfassen und strukturieren Sie alle Anforderungen an ein KI-System formal und vollständig. Am Ende steht eine fundierte Entscheidung, ob Sie selbst umsetzen oder umsetzen lassen, und die Unterlagen für die Umsetzung liegen bereit.

IHR DOZENT

Alexander Schneider ist Experte für den praktischen Einsatz von technologiebasierten Lösungen im Mittelstand. Seit Jahren informiert er KMU über neue Technologien wie (Generative) KI, Datenräume oder Digitale Zwillinge und entwickelt in Digitalisierungsprojekten bedarfsorientierte Herangehensweisen.

Er unterstützt Unternehmen bei der Erstellung von effektiven Prompts und individuellen KI-Workflows, die unter anderem beim CSRD-Reporting, bei der Prozessanalyse oder beim Datenaustausch gewinnbringend eingesetzt werden.

VORAUSSETZUNGEN

Für die Teilnahme:

  • Keine Programmierkenntnisse erforderlich – erste Erfahrungen mit KI-Chatbots sind von Vorteil
  • Sie arbeiten routiniert mit E-Mail, Dateien und Programmen an Ihrem Rechner
  • Sie bringen ein eigenes Notebook mit (Windows, macOS oder Linux), auf dem Sie Software installieren dürfen; Administrator-Rechte sind für die Installation der KI-Agenten-Software nicht erforderlich
  • Ein KI-Modell für die Trainingstage stellen wir bereit; einen eigenen KI-Zugang benötigen Sie im Training nicht. Ist Ihr Notebook leistungsfähig genug, läuft das Modell direkt darauf. Ein vorhandener Zugang Ihres Unternehmens zu einem KI-Anbieter kann nach Absprache ebenfalls genutzt werden.

Was Sie mitbringen:

  • Die Tätigkeit aus dem Vorgespräch und die Unterlagen, mit denen Ihr KI-Agent arbeiten soll, als Dateien. Geeignet sind zum Beispiel Word-Dokumente, Excel-Tabellen oder PDF-Dateien, in denen sich der Text markieren und kopieren lässt; eingescannte Seiten reichen nicht.
  • Einige Beispiele aus dem echten Ablauf, etwa frühere Anfragen und die Antworten darauf. Vertrauliche Angaben dürfen Sie vorher schwärzen oder durch Beispieldaten ersetzen.
  • Die Zusage Ihres Unternehmens, dass Sie die Tätigkeit verändern dürfen und nach dem Training Zeit für den Betrieb bekommen.

Die Software:

Sie arbeiten mit Hermes Agent, einer Open-Source-Software für KI-Agenten (MIT-Lizenz) mit Desktop-App für Windows, macOS und Linux. Open Source bedeutet für Sie: Die Software ist kostenfrei, Fachleute weltweit können nachprüfen, wie sie arbeitet, und sie läuft auf Rechnern, die Ihr Unternehmen kontrolliert. Ihre Dokumente und Eingaben gelangen nur an das KI-Modell, das Sie selbst ausgewählt haben; Nutzungsdaten werden nicht erhoben oder weitergegeben. Welches KI-Modell dahinter arbeitet, wählen Sie und können es später wechseln.

Für den produktiven Einsatz nach dem Training benötigt Ihr Unternehmen einen von zwei Wegen zu einem KI-Modell:

  • Eine lokale KI-Infrastruktur: ein Rechner oder Server mit einer leistungsfähigen Grafikkarte, wie sie auch für Videobearbeitung oder Gaming eingesetzt wird. Darauf läuft ein frei verfügbares KI-Modell, zum Beispiel mit den kostenfreien Programmen LM Studio oder Ollama, und Ihre Daten bleiben vollständig im Haus.
  • Einen Cloud-Zugang: ein Konto bei einem KI-Anbieter, der das Modell auf seinen Rechnern betreibt und per Schnittstelle (API) bereitstellt. Das kann ein Anbieter mit Rechenzentrum in der EU sein oder ein Modell-Marktplatz wie OpenRouter; Ihre Daten fließen dann an diesen von Ihnen gewählten Anbieter.

Welcher Weg zu Ihnen passt, klären wir spätestens an Tag 3; eine noch offene Entscheidung ist kein Hindernis für die Teilnahme. Das Aufsetzen eines eigenen Servers oder der Vertragsabschluss mit einem Cloud-Anbieter sind jedoch nicht Teil des Trainings.

DIDAKTISCHES KONZEPT

Das Training folgt einem pragmatischen Grundsatz: so viel Theorie wie nötig, so viel Praxis wie möglich. Methodisches Rückgrat ist der Human-AI-Teaming-Ansatz, mit dem Sie festlegen, welche Arbeitsschritte die KI übernimmt und welche beim Menschen bleiben. Jedes Konzept wenden Sie unmittelbar auf Ihren eigenen Arbeitsablauf an, nicht auf ein Lehrbuch-Beispiel. Schritt für Schritt werden Sie durch die Einrichtung geführt, bis Ihr KI-Agentensystem läuft. In der KI-Agentenschmiede setzen Sie eine klar umrissene Tätigkeit vollständig um, statt mehrere anzureißen: Eine Lösung, die läuft und die Sie prüfen und verstehen, ist die Vorlage für alle weiteren. Alle Arbeitsergebnisse sind so dokumentiert, dass Sie sie im Unternehmen aktualisieren und auf neue Arbeitsabläufe übertragen können.

Drei Rahmenbedingungen sichern den Erfolg:

  • Die Tätigkeit wird vor dem Training im Unternehmen ausgewählt; die teilnehmende Person führt sie selbst aus und darf sie für den eigenen Arbeitsbereich verändern.
  •  Für den Betrieb des KI-Agentensystems wird nach dem Training Arbeitszeit eingeplant.
  • Die drei Einzelgespräche nach 30, 60 und 90 Tagen werden wahrgenommen.

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